FAQ - häufig gestellte Fragen zur FAHRKARTE im VVO

Das Wichtigste zur FAHRKARTE

Der elektronische Fahrausweis ist der neue Fahrausweis für Abonnementkunden im öffentlichen Personennahverkehr im Gebiet des Verkehrsverbundes Oberelbe. Er befindet sich auf einer kontaktlosen Chipkarte im Scheckkartenformat - der FAHRKARTE - und ersetzt die bisherigen Papiertickets.

Nein. Die Fahrpreise sowie die Regelungen zur Gültigkeit in bestimmten Tarifzonen, zur Mitnahme und ggf. der Übertragbarkeit Ihres Fahrausweises ändern sich nicht.

Ab 2015 erhalten Abonnementkunden der folgenden Verkehrsunternehmen schrittweise die
FAHRKARTE, ihren elektronischen Fahrausweis, welche die bisherigen Wertmarken ersetzt:
· DB Regio AG (DB AG)
· Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG).

Die Ausgabe der FAHRKARTE erfolgt schrittweise zunächst nur für Abonnementfahrausweise. Die Abonnenten werden rechtzeitig von ihrem Verkehrsunternehmen informiert.

Die bei Ihrem Verkehrsunternehmen hinterlegten Daten sowie das von Ihnen gewählte Abrechnungsverfahren ändern sich nicht. Maßgebend für Ihre FAHRKARTE sind die Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen des Verkehrsverbundes Oberelbe, die weiterhin Bestandteil Ihres Vertrages sind.
Die aktuellen Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen können Sie auch jederzeit unter www.vvo-online.de abrufen.

Ihnen entstehen keine zusätzlichen Kosten.
In bestimmten Fällen kann Ihr vertragsführendes Verkehrsunternehmen aber ein Entgelt von Ihnen verlangen: So wird Ihnen z. B. bei Verlust, Diebstahl oder Beschädigung Ihrer Karte ein Entgelt für den Versand einer Ersatzkarte berechnet (siehe "Was geschieht, wenn ich meine FAHRKARTE verliere oder diese mir gestohlen wird?").

Vorteile und Nutzung

Im Vergleich zum bisherigen Papierfahrausweis bietet die FAHRKARTE mehrere Vorteile. Die FAHRKARTE ist als Kunststoffkarte langlebiger und robuster als der Papierfahrausweis. Es entfällt der monatliche Wechsel des Papiertickets. Zudem kann die Karte bei Verlust oder Diebstahl nach einer entsprechenden Meldung gesperrt und im System als ungültig markiert werden. Sie erhalten umgehend eine neue Karte, vergleichbar mit dem Verfahren bei Bank- oder Kreditkarten. Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie - im Gegensatz zur heutigen Verfahrensweise - Anspruch auf Ersatz erhalten.

Die FAHRKARTE hat eine "Lebenszeit" von maximal fünf Jahren. Rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist wird Ihnen von Ihrem Verkehrsunternehmen eine neue zugeschickt.

Die FAHRKARTE ist, wie alle anderen Papierfahrausweise auch, in den öffentlichen Verkehrsmitteln mitzuführen, da darauf Ihr Fahrausweis gespeichert ist.
Sofern für den auf der FAHRKARTE vorhandenen Fahrausweis ein Nachweis zur Nutzung z.B. in Form einer Kundenkarte erforderlich ist, ist dieser wie bei einem Papierfahrausweis ebenfalls mitzuführen.

Die FAHRKARTE ist, wie alle anderen Papierfahrausweise auch, in den öffentlichen Verkehrsmitteln mitzuführen, da darauf Ihr Fahrausweis gespeichert ist.
Sofern für den auf der FAHRKARTE vorhandenen Fahrausweis ein Nachweis zur Nutzung z.B. in Form einer Kundenkarte erforderlich ist, ist dieser wie bei einem Papierfahrausweis ebenfalls mitzuführen.

Die FAHRKARTE ersetzt Ihren Papierfahrausweis. Sie ist daher wie Ihr bisheriges Ticket in allen Zügen, S-Bahnen, Bussen, Straßenbahnen und Fähren in den jeweiligen Tarifzonen gültig. Die elektronische Fahrkarte kann durch die Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Oberelbe geprüft werden.

Der Preis selbst ist nicht auf der Chipkarte gespeichert. Er wird bei Preisänderungen, wie bisher auch, automatisch im Abo-Center aktualisiert und beim Bankeinzug berücksichtigt.

Nein. Sie haben aber die Möglichkeit, in dem vorhandenen Namensfeld auf der Rückseite eine individuelle Beschriftung vorzunehmen. Dies ist keine Pflicht, sondern dient nur zur Unterscheidung der Karte z. B. bei mehreren Abos in der Familie.

Beim Einsteigen in den Regionalbus ist die FAHRKARTE für circa eine Sekunde an ein Lesegerät im Eingangsbereich zu halten. Die dafür vorgesehene Fläche ist durch ein entsprechendes Symbol gekennzeichnet. Ein Signal zeigt an, ob der elektronische Fahrausweis gültig ist.

In Zügen sowie Straßenbahnen und Stadtbussen ohne Einstiegskontrollgerät ändert sich für den Fahrgast nichts. Die Kontrolle erfolgt wie bisher über das eingesetzte Kontrollpersonal, das die Gültigkeit mit den mobilen Handkontrollgeräten prüft. Dazu ist die FAHRKARTE an das Kontrollpersonal auszuhändigen. Eine Abmeldung beim Verlassen des Fahrzeugs ist nicht erforderlich.

Wenn Sie Ihr Tarifprodukt oder den Tarifbereich ändern möchten, z. B. weil Sie umgezogen sind, genügt es, Ihre FAHRKARTE im DVB-Kundenzentrum bzw. in den DB-Reisezentren bis zum 10. Kalendertag des laufenden Monats vorzulegen. Ist das neue Tarifprodukt als elektronischer Fahrausweis erhältlich, werden die Änderungen sofort auf Ihrer FAHRKARTE gespeichert. Sofern es noch nicht als elektronischer Fahrausweis erhältlich ist, bekommen Sie ein herkömmliches Papierticket. Die Gültigkeit Ihres neuen Tarifprodukts beginnt zum Ersten des Folgemonats. Für die Umstellung kann wie bisher eine Bearbeitungsgebühr unternehmensbezogen bis 5 Euro erhoben werden.

Sofern Sie Kunde der DB AG sind, besteht zudem die Möglichkeit Ihre Änderungswünsche schriftlich/ per E-Mail oder Fax an das DB Abo-Center in Berlin zu richten. Sie erhalten binnen weniger Tage eine Bestätigung Ihrer Änderung sowie eine neue geänderte FAHRKARTE nach Hause geschickt.

Lediglich bei JobTickets oder Abonnements zum ermäßigten Preis befinden sich tatsächlich persönliche Daten (der Name in verschlüsselter Form) auf dem elektronischen Fahrausweis.
Sofern es in diesen Fällen zu einer Namensänderung kommt ist eine Änderung des elektronischen Fahrausweises auf der FAHRKARTE notwendig. Dazu genügt es, Ihre FAHRKARTE im DVBKundenzentrum bzw. in den DB-Reisezentren vorzulegen. Die Änderung wird sofort auf Ihrer FAHRKARTE gespeichert.

Die Unterbrechung kann aus wichtigen Gründen nur mit Nachweis im Hintergrundsystem des jeweiligen Verkehrsunternehmens sowie auf der FAHRKARTE elektronisch vermerkt werden. Dies ist schriftlich oder mündlich beim Abo-Center zu beantragen. Die Aussetzung kann nur für volle Kalendermonate vorgenommen werden.

Ja, hier gelten dieselben Regeln wie bisher: Sie müssen einen zusätzlichen Fahrausweis kaufen, wenn Sie den Gültigkeitsbereich Ihrer FAHRKARTE verlassen.

Sollte Ihre FAHRKARTE bei einer Kontrolle nicht funktionieren, so sind die Kontrolleure befugt, Ihre persönlichen Daten aufzunehmen und Ihre Karte zu sperren. Sie erhalten in diesem Fall einen Prüfbeleg als Nachweis für die Kontrolle der FAHRKARTE sowie ein Ersatzticket, welches maximal sieben Tage gültig ist.
Bei einer Kontrolle beim Busfahrer, wird eine nicht lesbare FAHRKARTE ebenfalls gesperrt. Sie erhalten einen Kundenbeleg und wenden sich damit bitte schnellstmöglich an das Verkehrsunternehmen, welches Ihre FAHRKARTE ausgegeben hat, um eine neue FAHRKARTE zu erhalten. Zur Weiterfahrt ist der Erwerb eines Papierfahrausweises erforderlich.

Für den Zeitraum des Einzugs der FAHRKARTE können von Ihnen genutzte Papierfahrausweise im Rahmen der Gültigkeit Ihres Abonnements bis zu einer Höhe des Wertes der jeweiligen Tageskarte erstattet werden, soweit kein Verschulden Ihrerseits festgestellt werden kann. Nach Prüfung Ihrer FAHRKARTE wird Ihnen durch Ihr vertragsführendes Verkehrsunternehmen eine neue Karte postalisch zugestellt oder zur Abholung bereitgestellt.

Sollte ein Verschulden Ihrerseits nachgewiesen werden bzw. Sie zum Zeitpunkt und am Ort der Kontrolle keine gültige Fahrtberechtigung besessen haben, ist das Verkehrsunternehmen, welches die Kontrolle durchgeführt hat, berechtigt, ein erhöhtes Beförderungsentgelt zu erheben. Es gelten die Beförderungsbestimmungen und Tarifbestimmungen des VVO.

Die Chipkarte ist Eigentum des jeweils ausgebenden Verkehrsunternehmens. Im Falle der Nichtlesbarkeit und einem begründeten Verdachtsfall darf das Prüfpersonal Ihre FAHRKARTEE einziehen. Der Einzug wird auf dem Bescheid über ein erhöhtes Beförderungsentgelt vermerkt. (siehe Frage "Was geschieht, wenn meine FAHRKARTE bei Kontrollen nicht funktioniert?").

Sollten Sie Ihre FAHRKARTE verlieren oder sollte diese gestohlen werden, so erhalten Sie eine neue FAHRKARTE von Ihrem Verkehrsunternehmen. Wichtig ist aber, dass Sie Ihre FAHRKARTE unverzüglich nach Verlust durch Ihr Verkehrsunternehmen sperren lassen. Dies können Sie telefonisch bei Ihrem Verkehrsunternehmen oder persönlich im DVB-Kundenzentrum, in den DB-Reisezentren oder im Abo-Center Ihres Abo-führenden Verkehrsunternehmens veranlassen. Die Sperrhotlines sind wie folgt erreichbar:

· DB Regio AG: 030/80921299 (Ortstarif)
Eine schriftliche Verlustmeldung reichen Sie einfach nach:
- per E-Mail an: Abo-VVO@bahn.de oder
- schriftlich an: DB Vertrieb GmbH, Abo-Center Berlin, Koppenstraße 3, 10243 Berlin
- oder per Fax an: 030/ 297-37007

· Dresdner Verkehrsbetriebe AG: 0351/857 10 11
Eine schriftliche Verlustmeldung senden Sie an:
- Dresdner Verkehrsbetriebe AG, Kundenzentrum, Postplatz 1, 01067 Dresden

Für die Neuausstellung wird Ihnen ein Entgelt in Höhe von 10,- Euro berechnet. Jeder weitere Ersatz Ihrer FAHRKARTE innerhalb von 12 Monaten ab Ausstellung der ersten Ersatzkarte kostet 20,- Euro

Sicherheit/Technik

Im Barcode ist die Kartennummer gespeichert. Sie dient der Zuordnung der FAHRKARTE zum Inhaber, falls die Chipkarte unlesbar sein sollte (siehe Frage: "Was lässt sich aus der Kartennummer ablesen?"). Mit dem Barcode lässt sich die Nummer schneller gegenüber einer manuellen Eingabe erfassen.

Für Chipkarten nach dem bundesweiten Standard des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen ist eine eineindeutige Mediennummer (=Kartennummer) gefordert, um defekte (elektronisch nichtlesbare) Karten, die sich im Umlauf befinden, erkennen und erfassen zu können. Diese muss auf die Karte physisch gedruckt und elektronisch geschrieben werden. Aus ihr lässt sich u. a. erkennen, welches Verkehrsunternehmen die Karte ausgegeben hat. Einzig mit dem Kundenmanagementsystem Ihres Vertragspartners (DVB AG oder DB Regio AG) lässt sich anhand der Kartennummer dieFAHRKARTE einem Kunden zuordnen.

Nein. Es werden keine sogenannten Bewegungsprofile erstellt oder gespeichert. Die eTicket-Systeme erfüllen die Anforderungen des Datenschutzes der Länder sowie des Bundes.

Nein, da die Chipkarte keinen Magnetstreifen enthält.

Es werden Chipkarten nach ISO 14443 (NFC) benutzt. Damit können die Karten ohne Berührung aus sehr kurzer Distanz ausgelesen werden. Der Chip ist nicht sichtbar in der Karte verarbeitet und kann kontaktlos mit den jeweiligen Prüfgeräten kommunizieren.

Auf der FAHRKARTE werden nur Daten gespeichert, die bisher auch auf dem Papierticket enthalten sind. Bei übertragbaren Abonnements werden das Tarifprodukt, der tarifliche Geltungsbereich und die Gültigkeit gespeichert. Bei JobTickets oder Abonnements zum ermäßigten Preis, also z.B. für Schüler und Auszubildende, kommt der Name in verschlüsselter Form hinzu. Damit auch weiterhin ein Nachweis über die Ermäßigungsberechtigung vorliegt, ist in diesen Fällen eine gültige Kundenkarte mitzuführen.

Über die gespeicherten tariflichen Daten und ggf. vorhandenen Namensangaben werden Sie beim
Versand der FAHRKARTE von Ihrem Verkehrsunternehmen informiert.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, sich die Daten auf Ihrer FAHRKARTE durch das
Kontrollpersonal oder im DVB-Kundenzentrum oder im DB-Reisezentrum anzeigen zu lassen.
Die Serviceeinrichtungen, in denen Sie rund ums Thema FAHRKARTE beraten werden, sind:

· Dresdner Verkehrsbetriebe AG, Kundenzentrum, Postplatz 1, 01067 Dresden
Mo - Fr 9 - 19 Uhr
Sa 9 - 18 Uhr
So/Feiertag 10 - 18 Uhr
- DB Reisezentrum Dresden Hbf, Wiener Platz 4, 01069 Dresden (im Bahnhof)
Mo - Fr 5:45 - 21 Uhr
Sa/So 7 - 21 Uhr
· DB Reisezentrum Dresden-Neustadt, Schlesischer Platz 1, 01097 Dresden (im Bahnhof)
Mo - Fr 6:45 - 20 Uhr
Sa/So 7 - 20 Uhr
· DB Reisezentrum Riesa, Bahnhofstraße 50, 01587 Riesa (im Bahnhof)
Mo - Fr 6:30 - 18:30 Uhr
Sa 7:30 - 12:30 Uhr
So 12:30 - 17:30 Uhr
· Abo-Center Berlin, DB Vertrieb GmbH, Koppenstraße 3, 10243 Berlin
Tel: 030/80921299 (Ortstarif)
Fax: 030-297 37007

E-Mail: Abo-VVO@bahn.de

Nein. Diese Daten sind auf der FAHRKARTE nicht hinterlegt. Einzige Ausnahme ist die Abbildung des verschlüsselten Namens im elektronischen Fahrausweis bei ermäßigten Abonnenten sowie allen JobTicket-Inhabern.

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