Fragen und Antworten zur Anschlussvormeldung

Alles zur neuen Anschlussvormeldungsfunktion in der App DB Streckenagent

Allgemeine Fragen

Mit der Anschlussvormeldung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH können Fahrgäste ihren Anschlusswunsch bei etwaigen Verspätungen in bereits bestehenden Fahrplan-Apps melden. Das System ist ein bisher europaweit einmaliges Projekt, welches den Fahrgästen eine einfache Möglichkeit gibt, ihren Anschlusswunsch einfach und direkt an das Verkehrsunternehmen zu melden, welches den Anschlusszug warten lässt.

Die Anschlussvormeldung kann ab sofort in der MoBY-App und der Streckenagent-App von DB Regio gemeldet werden. Die Software soll aber demnächst auch in anderen Apps der Eisenbahnverkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde im Freistaat verfügbar sein. Der Anschlusswunsch kann direkt in der Fahrplanauskunft gemeldet werden, vor Fahrtantritt oder während der Fahrt. Eine Push-Nachricht informiert darüber, ob und wie lange der Anschlusszug warten kann.

Aktuell kann der Anschlusswunsch in der MoBY-App der BEG und der DB-Streckenagent-App von DB Regio gemeldet werden. Die Funktion wird nur von Smartphone-Apps (Android und iOS) unterstützt, eine Vormeldung z. B. am Laptop über eine Webseite ist leider nicht möglich.

Ja, um einen Anschluss zu melden, muss die App Zugang zum Internet haben. Außerdem muss die Ortungsfunktion im Smartphone aktiviert sein.

Mit der Ortungsfunktion möchten wir sichergehen, dass sich der Fahrgast tatsächlich auf dem Weg der Reisekette zum Umstiegsbahnhof befindet. Die Anschlussvormeldung greift über das "warten lassen" eines Zuges in den Bahnbetriebsablauf ein, und verursacht somit erneute Verspätungen. Fahrgäste im wartenden Zug haben auch den Wunsch ihre Anschlüsse zu erreichen und/oder pünktlich an ihr Ziel zu kommen.

Nein, der Service ist kostenfrei.

Das System wurde in einem Pilotprojekt erstmals im Jahr 2018 getestet, um die prinzipielle Machbarkeit zu prüfen. Die Projektpartner bei diesem erfolgreichen Pilotversuch waren die BEG, DB Regio Bayern, Agilis und die Südostbayernbahn. Seitdem hat ein Projektteam ein umfangreiches Umsetzungskonzept mit allen fachlichen und technischen Voraussetzungen erarbeitet. Beteiligt waren neben den ursprünglichen Partnern auch andere EVU, die in Bayern fahren sowie Experten aus den Bereichen Infrastrukturbetrieb, Fahrgastinformation und Betriebsleitsysteme.

Die Anschlusssicherung greift über das "warten lassen" eines Zuges in den Bahnbetriebsablauf ein, und verursacht somit erneute Verspätungen. Fahrgäste im wartenden Zug haben auch den Wunsch ihre Anschlüsse zu erreichen und/oder pünktlich an ihr Ziel zu kommen, daher ist es nicht zielführend, Züge ohne Bedarf eines Anschlussreisenden warten zu lassen. Es gibt jedoch Anschlussbeziehungen, die immer Anschlussreisende haben, diese Anschlüsse werden durch das System automatisch vorgemeldet, sodass sichergestellt wird, dass bei diesen Anschlüssen immer eine Warteprüfung angestoßen wird.

Fragen und Antworten zur Funktionsweise

Der Anschlusswunsch wird über ein automatisiertes System an die Betriebsleitsysteme der Verkehrsunternehmen (Anschlusszug) gespielt. Bearbeitet wird der Anschlusswunsch von dem Verkehrsunternehmen zusammen mit dem Infrastrukturbetreiber (der die letztendliche Entscheidung trifft). Die Bearbeitung der Anschlusssicherung liegt also beim Verkehrsunternehmen, die letzte Entscheidung beim Infrastrukturbetreiber.

Die komplexen Abläufe der Anschlussvormeldung werden über das System automatisiert. Der Wunsch wird in einer digitalen Drehscheibe festgehalten. Sollte es ca 15 Minuten vor Umstieg zu einer Verspätung kommen, welche den Anschluss gefährdet, wird die Meldung anhand einer technischen Schnittstelle zum Betriebssystem des Verkehrsunternehmens des Anschlusszuges gemeldet. Ein Mitarbeiter erkundigt sich dann beim Infrastrukturbetreiber ob bzw. wie lange gewartet werden kann/darf. Der Fahrgast wird daraufhin mittels Pusch-Nachricht über die Entscheidung informiert.

Nein. Der Fahrgast meldet seinen Anschlusswunsch. Dieser wird über ein komplexes System geprüft und dem Fahrgast die Entscheidung zurückgespielt. Sollten wichtige Gründe, gegen das Warten des Anschlusszuges sprechen, kannn sich der Fahrgast eine alternative Reiseroute in der App vorschlagen.lassen. Gründe für eine Ablehnung könnten sein, dass die Verspätung zu hoch ist und damit die Wartezeit für die Fahrgäste im Anschlusszug einfach zu lang werden würden (und damit weitere Anschlussverluste in dessen Reiseketten entstehen. Aber auch bei geringeren Verspätungen könnte es sein, dass das Gleis im Bahnhof für einen nachfolgenden Zug freigegeben werden muss oder eingleisige Streckenabschnitte die Wartezeit der Züge begrenzen.

Die Entscheidung darüber, ob ein Zug auf einen anderen verspäteten Zug warten kann, trifft DB InfraGO in der Leitstelle. Dabei gilt es, einen Mittelweg zwischen Anschlusssicherung und Pünktlichkeit zu finden. Denn auch der wartende Zug soll seine Fahrgäste pünktlich zu deren Anschlusszügen bringen. Auch kann es sein, dass das Gleis im Bahnhof für einen nachfolgenden Zug freigegeben werden muss. Außerdem begrenzen eingleisige Streckenabschnitte die Wartezeit der Züge. Eine Garantie dafür, dass Anschlusszüge erreicht werden, gibt es also auch in Zukunft nicht.

Der Anschlusswunsch wird erst ca. 15 Minuten vor dem Umstieg an das Verkehrsunternehmen gemeldet, weil sich während der Fahrt Verspätungen fortwährend vergrößern und verringern, oder die Verspätung hebt sich bestenfalls komplett wieder auf. Jede Veränderung der Verspätungsprognose würde somit einen neuen Prüfprozess erfordern.

Ja, die Meldung über den Zugbegleiter ist weiterhin möglich.

Nachdem der Fahrgast seinen Wunsch gemeldet hat, wird er darüber informiert, dass die Vormeldung bearbeitet wird. Ca. 10 Minuten vor Umstieg wird der Fahrgast darüber informiert, ob und wie lange der Anschlusszug warten kann. Dies wird dem Nutzer mittels Push-Nachricht auf das Smartphone gemeldet. Die jeweilige App muss dafür die Berechtigung zu Push-Nachrichten eingeräumt werden. Falls letzteres nicht gewünscht ist, sollte sich der Fahrgast ca 10 Minuten vor Umstieg selbst in der App die Information ziehen.

Das muss nicht sein. Auch wenn die Anschlusssicherung über das System nicht angeregt wurde, können dennoch Bahnpersonale von selbst agiert haben. Bei geringeren Verspätungen ist es deshalb immer zu empfehlen, sein Glück zu versuchen und flott zum Umstiegsbahnsteig zu gehen.

Über das System kann sich der Fahrgast eine alternative Route, bzw. den bestmöglichen Weg vorschlagen lassen.

Der Fahrgast muss spätestens 10 Minuten vor Regelankunft den Anschluss per App melden.

Für den Abstimmungsprozess zwischen Verkehrsunternehmen und Infrastrukturunternehmen bedarf eine gewisse Zeit welche die Prüfung der Wartezeitmöglichkeit benötigt. Letztendlich muss auch noch der Triebfahrzeugführer über die neue Abfahrtszeit informiert werden können.

Ein Anschlusswunsch kann mit aufrufen der Reisekette in der Fahrplan-App, frühestens eine Stunde vor Fahrtbeginn gemeldet werden. Die Ortungsfunktion muss dabei aktiviert sein und der Fahrgast muss sich auf dem direkten Weg zur Reisekette befinden.

Es kann nur ein Anschlusswunsch bzw. eine Reisekette vorgemeldet werden, sollte die Reisekette mehrere Umstiege haben, können diese in dieser Kette selbstverständlich alle vorgemeldet werden.

Solange der Fahrgast sich auf einer Reisekette befindet, kann kein weiterer Anschluss vorgemeldet werden. Wenn sich Fahrgäste für eine neue Reisekette umentscheiden, wird der ursprünglich Anschluss nicht mehr benötigt und ein Warten des ursprünglichen Anschlusszuges nicht mehr erforderlich. Siehe auch Begründung "warum muss ich die Ortungsfunktion aktiviert haben". Um einen neunen Anschlusswunsch vorzumelden muss daher der ursprünglich Anschlusswunsch storniert werden.

Ja, dafür haben wir die Möglichkeit eingeräumt, dass auch auf dem Weg zum Einstiegsbahnhof bereits die Anschlussvormeldung abgesetzt werden kann. Allerdings muss sich der Fahrgast in der Nähe des Bahnhofs oder auf dem direkten Weg zum Bahnhof befinden (Begründung siehe auch Ortungsfunktion)

Die Lokführer können in der Regel nicht erkennen, ob oder wieviel Verspätung ein anderer Zug hat. Sobald sein Zug die vorgegebene Abfahrtszeit erreicht hat und der Zug technisch abgefertigt ist, wird dieser auch abfahren.

Fragen und Antworten zum Geltungsbereich

Aktuell leider noch nicht. Die BEG ist aber dabei das System weiter zu entwickeln, sodass sich auch Regionalbusse an dieser Funktion anschließen können.

Fahrgäste müssen sich auf dem direkten Weg zu eigentlichen Reisekette befinden. Das kann auch der Bus oder der Fernverkehr zum Einstiegsbahnhof sein. Grundsätzlich soll mit dieser Einschränkung vermieden werden, dass Anschlüsse vorgemeldet werden, ohne dass die Fahrt tatsächlich angetreten wurde. Siehe auch Ortungsfunktion.

Ja auch diese Anschlüsse können vorgemeldet werden.

Nein, diese Funktion besteht nicht, da in der Regel der Fernverkehr nicht auf den Nahverkehr wartet.

Auf die S-Bahn München mit einem 10/20/40-Minuten Takt ist eine Anschlussvormeldung nicht vorgesehen. Auf andere S-Bahnen-Systeme, die beispielsweise einen Stundentakt haben, ist diese Funktion auch möglich.

Mit der Anschlussvormeldung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH können Fahrgäste ihren Anschlusswunsch bei etwaigen Verspätungen in bereits bestehenden Fahrplan-Apps melden. Das System ist ein bisher europaweit einmaliges Projekt, welches den Fahrgästen eine einfache Möglichkeit gibt, ihren Anschlusswunsch einfach und direkt an das Verkehrsunternehmen zu melden, welches den Anschlusszug warten lässt.

Die Anschlussvormeldung kann ab sofort in der MoBY-App und der Streckenagent-App von DB Regio gemeldet werden. Die Software soll aber demnächst auch in anderen Apps der Eisenbahnverkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde im Freistaat verfügbar sein. Der Anschlusswunsch kann direkt in der Fahrplanauskunft gemeldet werden, vor Fahrtantritt oder während der Fahrt. Eine Push-Nachricht informiert darüber, ob und wie lange der Anschlusszug warten kann.

Aktuell kann der Anschlusswunsch in der MoBY-App der BEG und der DB-Streckenagent-App von DB Regio gemeldet werden. Die Funktion wird nur von Smartphone-Apps (Android und iOS) unterstützt, eine Vormeldung z. B. am Laptop über eine Webseite ist leider nicht möglich.

Ja, um einen Anschluss zu melden, muss die App Zugang zum Internet haben. Außerdem muss die Ortungsfunktion im Smartphone aktiviert sein.

Mit der Ortungsfunktion möchten wir sichergehen, dass sich der Fahrgast tatsächlich auf dem Weg der Reisekette zum Umstiegsbahnhof befindet. Die Anschlussvormeldung greift über das "warten lassen" eines Zuges in den Bahnbetriebsablauf ein, und verursacht somit erneute Verspätungen. Fahrgäste im wartenden Zug haben auch den Wunsch ihre Anschlüsse zu erreichen und/oder pünktlich an ihr Ziel zu kommen.

Nein, der Service ist kostenfrei.

Das System wurde in einem Pilotprojekt erstmals im Jahr 2018 getestet, um die prinzipielle Machbarkeit zu prüfen. Die Projektpartner bei diesem erfolgreichen Pilotversuch waren die BEG, DB Regio Bayern, Agilis und die Südostbayernbahn. Seitdem hat ein Projektteam ein umfangreiches Umsetzungskonzept mit allen fachlichen und technischen Voraussetzungen erarbeitet. Beteiligt waren neben den ursprünglichen Partnern auch andere EVU, die in Bayern fahren sowie Experten aus den Bereichen Infrastrukturbetrieb, Fahrgastinformation und Betriebsleitsysteme.

Die Anschlusssicherung greift über das "warten lassen" eines Zuges in den Bahnbetriebsablauf ein, und verursacht somit erneute Verspätungen. Fahrgäste im wartenden Zug haben auch den Wunsch ihre Anschlüsse zu erreichen und/oder pünktlich an ihr Ziel zu kommen, daher ist es nicht zielführend, Züge ohne Bedarf eines Anschlussreisenden warten zu lassen. Es gibt jedoch Anschlussbeziehungen, die immer Anschlussreisende haben, diese Anschlüsse werden durch das System automatisch vorgemeldet, sodass sichergestellt wird, dass bei diesen Anschlüssen immer eine Warteprüfung angestoßen wird.