Die Klassik Stiftung Weimar ist eine der größten Kulturinstitutionen Deutschlands. 2026 bricht sie bewusst aus ihrer traditionellen Rolle aus und lädt Besuchende ein auf einen Blick hinter die Kulissen. Das Themenjahr „Öffnen" verbindet dabei mehrere Bedeutungsebenen: literal das Öffnen von Räumen, metaphorisch das Öffnen von Sammlungen und Perspektiven, sowie das Öffnen zu aktuellen Fragen.
Den Anfang machen zwei Ausstellungen, die sich damit auseinandersetzen, wie Kultur zu Kultur wird. „Zwischen Ordnung und Verlust. Die Entstehung der Marke Goethe" untersucht, wie der Poet zum globalen Markenzeichen wurde. Parallel zeigt „Historie trifft Gegenwart. UNESCO-Bauhaus-Stätten im Spiegel von Zeit und Sichtweisen" die Bauhaus-Stätten Weimars im Wandel. Ein Parcours durch die Werkstatt der Herzogin Anna Amalia Bibliothek gewährt exklusive Einblicke in die tägliche Arbeit dieser UNESCO-Stätte.
Im April wird das Wittumspalais mit einem großen Bürgerfest wiedereröffnet. Die neue Ausstellung „Das wahre Gesicht der Anna Amalia. Eine verborgene Malerei der Barbara Rosina de Gasc" zeigt die Restaurierungsarbeit der Stiftung und erzählt die Herkunftsgeschichte eines herausragenden Gemäldes der Braunschweiger Hofmalerin. Das Themenjahr zeigt mit seinen Angeboten eindrucksvoll: die Klassik Stiftung Weimar ist nicht Museum der Vergangenheit, sondern lebendiger Ort für Gegenwart und Zukunft.