Wann und wo?
Uralte Bräuche zu früher Stunde
Wie die meisten Fasnachtsbräuche ist auch die Basler Fasnacht auf keltische und germanische Ursprünge zurückzuführen, auf Ahnenkult, Winteraustreiben und Fruchtbarkeitsrituale. Auch Waffenschauen der Zünfte, Ritterturniere oder die Feste vor der kirchlichen Fastenzeit haben den Brauch mitgeprägt. Die UNESCO würdigt mit dem Entscheid zur Aufnahme der immateriallen Kulturerbe die reiche Tradition und die Einzigartigkeit der Basler Fasnacht.
Wenn von der Martinskirche der Glockenschlag ertönt, werden alle Lichter der Innenstadt gelöscht. Um 4 Uhr früh ertönen auf das Kommando "Morgestraich: Vorwärts, marsch!" gleichzeitig aus allen Gassen und Strassen die Piccolos und Trommeln der Formationen. Sie alle stimmen die traditionelle Melodie des Morgenstreich-Marsches an, der ausschliesslich zu dieser Gelegenheit gespielt wird.
Auf dem Barfüsserplatz, dem Marktplatz, dem Rümelinsplatz, in der Falknerstrasse und der Freien Strasse ist am Morgenstreich am meisten los.
Am Fasnachtsmontag und -mittwoch findet am Nachmittag der grosse Umzug, der Cortège, statt. Über 10 000 aktive Fasnächtler*innen zelebrieren in Formationen unterschiedlicher Grösse ihr Sujet. Im Unterschied zum Morgenstreich nehmen alle traditionellen Formationen am Cortège teil.
Das Treiben endet Donnerstag für gegen 4 Uhr mit dem Endstraich, dann gehen die Cliquen und Guggen an einen angestammten Treffpunkt und spielen einen allerletzten Marsch oder ein abschliessendes Musikstück.
Quelle: basel.com/de/veranstaltungen/basler-fasnacht