Das GRASSI Museum am Johannisplatz vereint drei Häuser unter einem Dach: das Museum für Angewandte Kunst, das Museum für Völkerkunde und das Musikinstrumentenmuseum. Mit seiner breiten Sammlung bietet es ideale Voraussetzungen für ein Programm, das kulturhistorische Tiefe mit den Themen und Ästhetiken der Gotik-Subkultur verknüpft. Das Format "GRASSI GOES GOTIK" ist über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Wave-Gotik-Treffens geworden.
Highlight des Programms ist die Stummfilmvorführung am Freitag, 22. Mai: Der Klassiker "Der Glöckner von Notre Dame" von 1923 mit Lon Chaney in der Hauptrolle wird von Organist Richard Siedhoff live an der historischen Kinoorgel begleitet. Die Vorführung beginnt um 11 Uhr im Kassenfoyer. Besuchende mit WGT-Bändchen haben freien Eintritt.
Die Führungen greifen gezielt Themen auf, die im Kontext des Festivals besondere Resonanz entfalten. "Die Inszenierung des Bösen" beleuchtet anhand von Exponaten aus unterschiedlichen Kulturkreisen Fragen zu Moral, Macht und menschlichen Abgründen. Die Tour "Tod, Sterben und Übergänge in der Welt" widmet sich den verschiedenen Ritualen und Traditionen im Umgang mit dem Tod. Eine Führung über den direkt ans GRASSI angrenzenden Alten Johannisfriedhof folgt den Spuren von Johann Sebastian Bach, Richard Wagners Eltern und Goethes Geliebter. Kostümhistorisch ausgerichtet sind die Führungen zur Kleidermode des Empire sowie zur Kimono-Kultur – letztere mit moderner Ankleidevorführung.
Die musikalischen Führungen mit dem Ensemble "parfois parfait" verbinden Ausstellungsrundgang und Livemusik: Werke des 17. bis 19. Jahrhunderts erklingen in den Ausstellungsbereichen und im Zimeliensaal. In den Workshops entstehen individuelle Gotik-Accessoires: ein gebundenes und gestaltetes Notizheft, mystische Spell Jars aus Kräutern, Glitzer und Symbolen sowie handgefertigte Fächer. Die Materialkosten betragen jeweils 4 Euro für WGT-Bändchen-Inhaber:innen.