Das Bauhausgebäude Dessau ist seit seiner Eröffnung am 4. Dezember 1926 ein Ort des Experiments zwischen Kunst, Architektur und Bewegung. Anlässlich des Jubiläums widmet sich das Bauhausfest 2026 unter dem Motto „Salto | Takt | Form" dem Zusammenspiel von Körper, Raum und Material: Themen, die schon am historischen Bauhaus eine zentrale Rolle spielten.
Auf der Festebene des Gebäudes zeigen Studierende der Zirkushochschulen ESAC aus Belgien, Codarts aus den Niederlanden und der SENECA Intensiv Berlin die Uraufführung „Material in Bewegung", die das Zusammenspiel von Körper und Material aus verschiedenen Perspektiven untersucht. Die Palucca Hochschule für Tanz präsentiert eine Bauhaus-Zirkus-Revue, die an die historische Eröffnungsperformance von Lou Scheper aus dem Jahr 1926 anknüpft. Auf dem Parkplatz verbindet der Upsala-Circus aus Zeitz in einer weiteren Uraufführung dokumentarisches Theater, experimentelle Oper und zeitgenössischen Zirkus zu einer Erzählung über Biografien ehemaliger Bauhaus-Studierender. Am Prellerhaus werden unter der künstlerischen Leitung der argentinischen Choreographin Celia Millán erstmals alle Balkone des Ateliergebäudes für die tänzerisch-visuelle Inszenierung „EXTREM Hoch 4" bespielt.
Für jüngeres Publikum erzählt der Kinder- und Jugendzirkus Raxli Faxli aus Dessau-Roßlau mit „Archimagie!" eine Geschichte über Balance und Zusammenhalt. Durch das gesamte Programm führt das Clowns-Kollektiv „Choo Choo Bande", das die verschiedenen Spielorte miteinander verbindet und eigene Interaktionen mit dem Publikum entwickelt. Auf der Festebene, wo bereits am historischen Bauhaus zur Musik der 1920er Jahre getanzt wurde, lassen sich historische Tänze und ihre zeitgenössischen Adaptionen zur Musik von Time Rag Departement aus Berlin erleben.
Ergänzend bespielen weitere Formationen die Außenbereiche des Geländes: An der Hofbühne sorgt Laturb für New Wave und Synthpop Revival, im Klub tritt die italienische Band NUJU mit Turbo-Folk und Ska auf, an der Außenbrücke spielt eine Experimentalband mit selbstgebauten Instrumenten, und im Keller-Foyer des Nordflügels legt ein DJ auf. Das Programm läuft an allen drei Tagen parallel auf mehreren Flächen des Geländes.